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orthopädische Erkrankungen des Fusses im Überblick

© Dr. Siegfried Schenk

Facharzt für Orthopädie

und Orthop. Chirurgie


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Diese Erkrankung ist durch Schmerzen im Vorfussbereich an der Fusssohle gekennzeichnet, die als elektrisierend beschrieben werden und anfallsartig auftreten. Auch ein Taubheitsgefühl kann damit einhergehen, zumeist in der 3. und 4. Zehe. Das Schmerzmaximum ist meistens unter/zwischen den Zehenballen mit Ausstrahlung in die entsprechenden Zehen.
Ursächlich hierfür ist eine Einengung des/der zu den Zehen ziehenden Nerven zwischen den Köpfchen der Mittelfussknochen und der dazwischenleigenden Bandverbindungen. Diese chronische Druckschädigung ('Nervenkompressionssyndrom') kann zu einer Auftreibung des Nerven führen (Neurom-Bildung).
Therapiemöglichkeiten

Eine lokale Entlastung der entsprechenden Region kann durch Einlagenversorgung erzielt werden, auch die therapeutische Lokalanästhesie ist eine bewährte konservative Behandlungsform.
Bei anhaltenden Schmerzen kann ein chirurgisches Vorgehen notwendig sein. Hierbei wird -zumeist über einen Hautschnitt am Fussrücken- das in der Tiefe liegende Querband durchtrennt und das Neurom entfernt.
Die Operation kann in lokaler Betäubung (aber auch in Spinal- oder Allgemeinanästhesie) im Rahmen eines kurzen Spitalsaufenthaltes (über 1-2 Tage) durchgeführt werden.

Morton-Neuralgie (Morton-Syndrom)

Sehr ähnliche Beschwerden können auch beim Vorliegen eines Spreizfusses auftreten (siehe Metatarsalgie).
In einer eingehenden klinischen Untersuchung durch einen Facharzt für Orthopädie kann diese Differentialdiagnose gestellt werden, eventuell sind auch bildgebende Verfahren bzw. diagnostische lokale Infiltrationen notwendig.
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Neurom zwischen dem 3. und 4. Mittelfussknochen